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Kallisto

Jupiter Moon

Kallisto ist das Objekt mit den meisten Kratern im Sonnensystem. Seine alte Oberfläche erzählt die Geschichte der gewalttätigen Geschichte des Sonnensystems.

Entfernung von Jupiter
1.882.700 km
Durchmesser
4.820 km
Umlaufzeit
16,69 Tage

Kallisto ist der äußerste der galileischen Monde. Er hat ungefähr die gleiche Größe wie Merkur, aber eine ganz andere Geschichte. Er wird oft als die am meisten “zerschundene” Welt im Sonnensystem beschrieben, da seine Oberfläche vollständig mit Einschlagkratern bedeckt ist.

Ein gefrorenes Archiv

Die Oberfläche von Kallisto ist extrem alt—etwa 4 Milliarden Jahre alt. Da der Mond keine Vulkane oder tektonische Aktivitäten hat, um sie zu löschen, hat jeder Asteroid oder Komet, der Kallisto jemals getroffen hat, eine Spur hinterlassen. Dies macht seine Oberfläche zu einem gefrorenen Archiv der Bombardierungsgeschichte des Sonnensystems.

Eines seiner markantesten Merkmale ist Valhalla, eine massive Multi-Ring-Einschlagstruktur, die sich 3.800 Kilometer über den Mond erstreckt.

Eine tote Welt?

Lange Zeit dachten Wissenschaftler, Kallisto sei eine geologisch tote Welt. Daten der Raumsonde Galileo deuten jedoch darauf hin, dass auch er einen salzigen Ozean unter seiner dicken Eiskruste verbergen könnte. Im Gegensatz zu Io, Europa und Ganymed wird Kallisto nicht signifikant durch Gezeitenkräfte erwärmt, so dass jeder Ozean durch radioaktive Wärme aus dem Kern des Mondes oder Frostschutzchemikalien wie Ammoniak flüssig gehalten werden müsste.