Pulsar
Ein Pulsar ist eine Art Neutronenstern, der Strahlen von Strahlung von seinen magnetischen Polen emittiert. Während der Stern schnell rotiert, fegen diese Strahlen durch den Raum wie ein Leuchtturmstrahl, wodurch regelmäßige Pulse von Strahlung entstehen, die von der Erde aus detektiert werden können.
Entdeckung und Eigenschaften
Die ersten Pulsare wurden 1967 von Radioastronomen Jocelyn Bell und Antony Hewish entdeckt. Zunächst als Signale von außerirdischen Zivilisationen gedacht, wurden sie bald als schnell rotierende Neutronensterne identifiziert.
Pulsare rotieren extrem schnell, von einmal alle paar Sekunden bis zu hunderten Mal pro Sekunde. Der schnellste bekannte Pulsar rotiert 716 Mal pro Sekunde.
Wie Pulsare Funktionierten
Pulsare haben intensive Magnetfelder, die geladene Partikel nahe der Sternoberfläche beschleunigen. Diese Partikel emittieren Strahlung, besonders in Radiowellenlängen, entlang der Magnetfeldlinien. Die Strahlung wird in schmalen Kegeln von den magnetischen Polen ausgebeamt.
Während der Neutronenstern rotiert, fegen diese Strahlen periodisch über die Erde, wodurch der charakteristische Pulsierungseffekt entsteht.
Typen und Bedeutung
- Rotationsbetriebene Pulsare: Der häufigste Typ, betrieben durch die Rotation des Sterns
- Millisekunden-Pulsare: Sehr alte Pulsare, die durch Akkretion von Materie beschleunigt wurden
- Röntgen-Pulsare: Emittieren hauptsächlich Röntgenstrahlen, oft in binären Systemen
Pulsare werden als präzise kosmische Uhren verwendet, um Theorien der Gravitation zu testen und Gravitationswellen zu detektieren. Sie helfen auch Astronomen, Entfernungen zu messen und das interstellare Medium zu studieren.