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Kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlung

Die Kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlung (CMB) ist das älteste Licht im Universum, emittiert, als das Universum nur 380.000 Jahre alt war. Sie liefert entscheidende Belege für die Urknall-Theorie und Einblicke in die Zusammensetzung und Evolution des Universums.

Entdeckung

Die CMB wurde 1965 zufällig von Radioastronomen Arno Penzias und Robert Wilson entdeckt, die eine sensible Antenne testeten. Sie entdeckten ein persistentes Mikrowellensignal, das von allen Richtungen im Raum kam, das sie zunächst als Interferenz ansahen.

Das Signal wurde schnell als das vorhergesagte Nachglühen des Urknalls von Physikern Robert Dicke und Jim Peebles identifiziert.

Eigenschaften

Was uns die CMB Erzählt

Die CMB-Strahlung wurde emittiert, als das Universum kühl genug wurde, damit Elektronen und Protonen sich zu neutralen Atomen kombinierten. Vor dieser “Rekombination” war das Universum opak aufgrund von Lichtstreuung durch freie Elektronen.

Die winzigen Temperaturvariationen in der CMB (etwa 1 Teil in 100.000) repräsentieren Dichteschwankungen, die schließlich zu den Galaxien und Galaxienhaufen wuchsen, die wir heute sehen.

Moderne Beobachtungen

Satelliten wie COBE (1990er), WMAP (2000er) und Planck (2010er) haben die CMB mit zunehmender Präzision kartiert. Diese Messungen haben bestimmt:

Die CMB bleibt eines der stärksten Belege, die die Urknall-Theorie und das Standardmodell der Kosmologie unterstützen.